Bauen und Umwelt

Bauen, charakterisiert durch Rohstoffgewinnung, Baustoff- und Bauteilherstellung und Errichtung von Bauwerken für die verschiedenen Zweckbestimmungen, die Wartung und Pflege von Gebäuden, deren Umnutzung bis hin zu der Beendigung von deren Nutzungsphase, darf natürliche Wirkungsgefüge nicht gefährden, sondern soll das Ökosystem unseres Lebensraumes lebenswert stabilisieren.

Im Rahmen einer gesamtheitlichen, d.h. ökologischen, ökonomischen und sozialen Betrachtung unserer Bau- und Siedlungsweisen sowie unserer Wohngepflogenheiten kann dies nur heißen, die Umweltbeanspruchung weitestmöglich zu reduzieren und Bauprodukte, Bau- und Wohnprozesse kontinuierlich danach zu hinterfragen,

- wo und wie der Ressourceneinsatz, inbesondere an Rohstoffen
  verringert werden kann und
- wie Energieverbrauch und umwelt- sowie gesundheitsbelastende
  Emissionen vermindert werden könnn.

Die häufige Fragestellung nach einer gesamtheitlichen, ökologischen wie ökonomischen Beurteilung von Bauprodukten darf sich nicht nur auf den Baustoff konzentrieren, sondern muss folgende Bereiche zwingend beinhalten:

- Die Betrachtung des gesamten "Lebenszyklus" eines Gebäudes
- Die Betrachtung mindestens des gesamten Gebäudes statt eines
  reinen Vergleichs einzelner Bauprodukte
- Die Berücksichtigung der Nutzungsqualität, d.h. des "Lebens-
  wertes" eines Gebäudes, einer Siedlung, Stadt und Landschaft.