Brandschutz

Der vorbeugende bauliche Brandschutz hat im deutschen Baurecht oberste Priorität, denn in den vergangenen Jahrhunderten haben verheerende Brände, begünstigt durch die Verwendung brennbarer Baustoffe, viele Städte zerstört.
Die Stadtväter reagierten und schrieben massive, nicht brennbare Baustoffe zum Häuserbau vor.

Die monolithische Ziegel-Massivbauweise ist seit jeher eine der besten Feuerschutz-Maßnahmen, die man beim Bau sozusagen "mit einbauen" kann. Ein massives Bauwerk komplett aus Ziegel bietet überragenden Brandschutz. Es hält dem Feuer sehr lange stand und schützt die Bewohner und Nutzer des Gebäudes weitaus besser als viele andere Bauweisen. Decken, Zwischenwände und Mauern aus Ziegel gewährleisten, dass die Brandausbreitung gehemmt wird und das Einstürzen des Gebäudes vermieden wird. Wände aus Ziegel gelten als ideale Bauteile zur Trennung von Brandabschnitten, Räumen mit hoher Brandlast sowie zur Sicherung von Treppenräumen und Fluren. Die Leistungsfähigkeit des Baustoffes Ziegel  ist hervorragend, denn Ziegelwände gehören schon ab der Stärke von 11,5 cm der Feuerwiderstandsklasse F90 an.
Zudem erleichtern Ziegelbauteile im Falle eines Brandes die Löscharbeiten der Feuerwehr. Vom Ziegelmauerwerk werden keine zusätzlichen Rauchgase freigesetzt, denn schon bei der Herstellung werden seine Bestandteile Lehm, Ton und Wasser auf etwa 1.000 Grad Celsius erhitzt und dabei unlöslich zu einer feuerfesten Keramik verbunden. Das fertige Produkt Ziegel ist somit absolut frei von entzündbaren Bestandteilen.

Nützliche Planungsinformation zum Thema Brandschutz mit vielen technischen Angaben finden Sie in der Broschüre „Baulicher Brandschutz – Brandschutz im Wohnungsbau“, die für Sie zum Download bereit steht.

Weitere Informationen zum Thema Brandschutz finden Sie in der Studie „Brandschutztechnische Analyse von Massiv- und Holzbauweise“ von Prof. Schneider, TU Wien.
Volltext der Studie (PDF-Datei 1,8 MB)